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Pressemitteilung April 2012

Carsharing in Koblenz erweitert

Elektro-Mobilität und 3. Versuch in Metternich

Im Rahmen des vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Modellprojektes Elektromobilität haben die Projektpartner Kevag und Stadt Koblenz auch den Carsharinganbieter teilAuto mit eingebunden. Gemeinsam soll bis Ende 2013 untersucht werden, wie in einem automatisierten Autoverleihsystem wie dem Carsharing Elektrofahrzeuge integriert werden können. "Es sollen die Fragen beantwortet werden, ob die Nutzer nur mit einer schrifltichen Anleitung in der Lage sind, die Fahrzeuge zu nutzen und wie lange nach jeder Nutzung Karenzzeiten zum Nachladen eingeplant werden müssen." erläutern Meyland Bruhn, erster Vorsitzender des teilAuto-Trägervereins Ökostadt Koblenz, und Geschäftsführer Stefan Schröter. Dazu wurde der zum E-Mobil umgebaute Fiat Fiorino, der bereits im Umweltamt der Stadt eingesetzt wird, mit einem speziellen Carsharing-Bordcomputer ausgestattet. Stehen keine Dienstfahrten an, so können die etwa 150 Autoteiler zum Zuge kommen. Nutzungen werden, wie bei den anderen acht Koblenzer teilAutos, via Internet oder telefonisch bei einer rund um die Uhr besetzten Zentrale angemeldet, von der die Reservierung automatisch mittels Mobilfunk an den Bordcomputer gemeldet wird. Danach hat man mit einer Chipkarte Zugang zum Fahrzeug. "Wir freuen uns über die Möglichkeit, auch diesen Aspekt der Elektromobilität mit untersuchen zu können." erklärt die Leiterin des Umweltamtes Monika Effenberger und ergänzt, dass man damit auch die sowieso schon vorhandenen ökologischen Vorteile des Carsharings noch ein bisschen verbessern könne.

Bereits zum dritten Mal versucht teilAuto jetzt schon, auch in Metternich ein dauerhaftes Angebot zu schaffen. Die ersten Male musste dies jeweils eingestellt werden, weil nicht genügend Carsharer gefunden werden konnten. Nun gibt es dort bereits zehn und deshalb wird ein Opel Agila aus dem Fuhrpark in die Weingasse im Oberdorf gestellt. Der Stellplatz wird von einem Mitglied zur Verfügung gestellt. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir es diesmal schaffen werden, eine zufriedenstellende Auslastung des teilAutos zu erreichen.“ gibt sich Stefan Schröter optimistisch.

Letzte Neuheit beim Carsharing in Koblenz ist dann noch der 7-Sitzer-Pkw Renault Grand Scénic am Stellplatz am Hauptbahnhof. Er ersetzt den bisher durch ein teilAuto-Mitglied zur Mitnutzung überlassenen 7-Sitzer-Bus und ermöglicht weiterhin, auch mal mit mehr Personen unterwegs zu sein, z.B. der Großfamilie oder bei einem Kindergeburtstag.

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Automobilität mit Ökostrom und Ökogas?

Ob Elektromobilität in Zukunft wirklich mal einen Beitrag für umweltfreundliche Mobilität leisten kann, lässt sich heute nicht mit Sicherheit voraussagen. Sind die Ressourcen für die notwendigen Batterien ausreichend vorhanden? Lassen sich Reichweite und Geschwindigkeit den heute üblichen Mobilitätsgewohnheiten anpassen – oder umgekehrt? Sinken die Preise für die eMobile oder steigt der Benzinpreis soweit, dass es sich für den einzelnen „rechnet“? Das sind die praktischen Fragen, die sich stellen. Dazu kommt die ökologische Bewertung. Zwar fahren die eMobile selbst emissionsfrei und verbessern dadurch die Luftqualität vor allem in Innenstädten. Der für den Antrieb notwendige Strom muss jedoch woanders produziert werden. Das Argument, man müsse nur Ökostrom tanken, um eine gute Klimabilanz zu haben, ist nicht stichhaltig. Denn der hier angerechnete Strom wird dem allgemeinen Strommix Deutschland entzogen, der dadurch eine schlechtere CO2-Bilanz bekommt. In der Summe ändert sich dadurch also nichts, nur dass dann Kaffeemaschine, Beleuchtung, Waschmaschine etc. entsprechend schlechter da stünden. Das Ökostromargument ist Augenwischerei und es ist auch gar nicht nötig, denn mit dem heutigen Strommix können Elektroautos bereits mit vergleichbaren Benzin- bzw. Dieselfahrzeugen mithalten. Mit jeder neuen Solaranlage und jedem neuen Windrad verbessert sich der Strommix in Deutschland und damit auch die Klimabilanz der eMobile. Damit ist die Elektromobilität ein weiterer Grund, warum der Ausbau regenerativer Stromerzeugung zügig weiter voran getrieben werden muss.

Analog gilt das übrigens auch für Erdgasfahrzeuge. Auch hier macht es keinen Sinn, „Ökogas“ dem Autofahren und das böse Russlandgas dem Heizen zuzurechnen. Wobei mal dahin gestellt sei, ob man bei Erdgas aus Biomasseanbau (Mais etc) überhaupt von Ökogas sprechen kann oder ob hier dem Nahrungsmittelanbau unsinnigerweise Flächen entzogen werden. Unverdächtig ist jedoch Biogas, das aus landwirtschaftlichen Reststoffen hergestellt wird. Auch könnte man zukünftig in Zeiten, wo mehr Wind- und Sonnenstrom produziert als verbraucht wird, diesen mittels Elektrolyse und Methanisierung einsetzen, um daraus ein mit Erdgas mischbares Gas zu erzeugen. Zwar gilt auch hier: der CO2-Wert der Gasmixes ist entscheidend für die Umweltfreundlichkeit. Allerdings fehlt noch ein dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) vergleichbares Einspeisegesetz für Regeneratives Erdgas mit kostendeckender Vergütung. Es gibt nicht mal ein Quotenmodell, das jedem Erdgasversorger einen Mindestanteil vorschreiben würde. Daher unterstützt man mit dem Kauf von Ökogas dessen Erzeugung. Rein marktwirtschaftlich hätten wir aber weder heute cirka 20% Regenerativen Stromanteil noch zukünfig nennenswerten Regenerativen Gasanteil. Der Vollständigkeit halber sei hier noch erwähnt, dass Erdgasfahrzeuge laut VCD-Autoumweltliste einen wesentlich besseren CO2-Wert erreichen als Benziner, jedoch nicht besser sind als Diesel. Sie verringern jedoch in jedem Falle andere krankmachende Schadstoffe (Partikel, Stickoxide).

Unser Fazit bleibt jedenfalls: Das beste Auto ist ein geteiltes Auto. Ein Carsharingfahrzeug ersetzt etwa sechs Privat-Pkw und spart die für deren Herstellung notwendige Energie und CO2-Emissionen. Etwa 20% der durch ein Fahrzeug im Lebenszyklus verusachten Emissionen fallen durch Produktion und Entsorgung an. Dadurch fährt das teilAuto quasi bereits CO2-frei und gibt trotzdem zusätzlich einen Anreiz, sich möglichst oft eine umweltfreundlichere Mobilitätsalternative zu suchen.

 

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